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Sail-Nachlese

Die 21. Hanse Sail war ein erfolgreiches und friedliches Fest
Am Abschlusstag des Rostocker maritimen Festes freute sich der Rostocker Oberbürgermeister, Roland Methling zunächst darüber, „dass die 21. Hanse Sail nach dem Starkregen an den ersten beiden Tagen nicht ‚baden’ gegangen ist und sowohl Akteure als auch Besucher ihre gute Stimmung behalten haben.“ Lohn war der fantastische sonnige Sail-Samstag, der auch eine attraktive Regatta der Traditionssegler vor Warnemünde zuließ. Auch Holger Bellgardt, Leiter des Büros Hanse Sail, zeigt sich nach den arbeitsintensivsten Tagen des Jahres zufrieden: „Am Samstag, das ist der Höhepunkt der Sailtage, gab es eine erfreuliche ‚Eroberung’ des Stadthafens und Warnemündes durch die Rostocker und ihre Gäste. Einer der besucherstärksten Samstage in der Geschichte des maritimen Festes hat uns und unsere Partner für die ganzjährigen Anstrengungen belohnt: Mein Dank gilt meinem Team und den von Jahr zu Jahr zahlreicher werdenden Partnern. Mit ihnen werden wir in den nächsten Wochen die 21. Sail analysieren und über Verbesserungen, z.B. in der Veranstaltungslogistik, nachdenken. Die Freude über eine gelungene, freundliche und friedliche Sail wird uns dabei kräftig motivieren.“

Das Fußballturnier mit dem völkerverbindenden Charakter und Spaß am Spiel
Das Herz des Fußballturniers zur Hanse Sail, Gerhard Wendt, ist voller Freude: „Die Sportler von den Schiffen sind ausgelassen wie die Kinder. Ihr temperamentvolles Spiel reißt die Turnierteilnehmer und Zuschauer oft zu Jubelkaskaden hin. Ich bin glücklich.“ Das waren dann nach Turnierabschluss auch die Mannen der „Mir I“ (Russland). Sie hatten sich in ihrer Staffel bereits mit 12:0 Toren souverän durchgesetzt. Im Endspiel rangen sie trotz variablen und kämpferisch vorbildlichen Auftretens dem Sieger der 2. Staffel, „Gorch Fock I“, nur ein 0:0 ab. Das anschließende 7-m-Schießen entschieden sie mit 2:1 und bejubelten den Gewinn des Cups 2011. Übrigens: Der Cup-Verteidiger, die russische „Sedov“, besiegte um Platz 3 die II. Mannschaft der „Mir“ und machte damit einen russisch geprägten Erfolg komplett. Die Hanseatische Brauerei und das Hansa-Sporthaus Warnow-Park sponserten zum Gesamterfolg Essen, Trinken und Sportgeräte.

Die Fußballer des Cups 2011 in freundlicher Runde
Foto: Mike Knobloch

Deutsche Marine war einer der Publikumsmagneten bei der Hanse Sail 2011
Einer der Publikumsmagneten der 21. Hanse Sail war auch in diesem Jahr wieder die Deutsche Marine, die mit ihren Schiffen und Veranstaltungen „mit an Bord war“. Sie bot den Besuchern Schiffsbesichtigungen, Tage des Offenen Stützpunktes und zahlreiche Vorführungen. Die „Gorch Fock“ lag am Passagierkai Warnemünde und hat in drei Tagen 13.259 Gäste gezählt; die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ hat ganz in der Nähe festgemacht und hieß an einem Tag 2.600 Besucher willkommen. Ein Open-Ship gab es auch im Rostocker Stadthafen. Dort waren 2.400 Besucher auf dem Schnellboot „S72 Puma“. Der Stützpunkt Hohe Düne rundete die Besuchsmöglichkeiten bei der Marine als Teil des beeindruckenden Großereignisses ab. Nach dem Wegfall der Wehrpflicht ist es eine besonders wichtige Aufgabe und Form mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Nicht nur hier im Norden schätzen und respektieren die Menschen ihre Marine.

Stimmen zur Hanse Sail
„Ich bin aus Neustadt am Rennsteig und versäume keine Sail in Rostock. Shantys mit den kräftigen Liedtexten und den harten Männerstimmen – das ist meine Welt“, sagt Cordula Ammert und weiß sich mit etlichen Sail-Gästen überein. Andere wieder lieben z.B. Margitta Rössel vom „Luna Tanzatelier“ – eine Meisterin des Bauchtanzes. Seit fünf Jahren probt sie jeden Dienstag, weil es ihr „die orientalische Kultur und Musik angetan hat“. Das Publikum ist aus dem Häuschen, wenn sie die Geschichten aus 1001 Nacht „bauchtanzt“. Im zivilen Leben ist sie Angestellte bei der Polizei. Zufällig arbeitet als Polizist auch Günther Paulus aus Koblenz, der Urlaub an der Küste macht und extra nach Rostock zur Sail gekommen ist. „In Amsterdam habe ich auf der dortigen Sail von Rostock gehört und den Ratschlag bekommen: Da musst du unbedingt hin!“ Hin zur Sail musste auch die hübsche Nele Mewies. Die hat es als Rostockerin nicht weit, um hier Dom-Kölsch auszuschenken: „Die Regentage waren schlimm. Aber mit dem Sonnenschein…“ Den preist Familie Kuhtz ebenfalls. „Unser Haus steht seit Tagen unter Wasser“, stöhnt Manfred Kuhtz aus Beelitz und seine Frau: „Wir kommen hier her, um uns mal abzulenken. Zwar können wir Wasser nicht mehr sehen, aber die Schiffe sind toll und die Marktmeile ist abwechslungsreich.“

Das Betreuerteam – das „Pfund“ der Hanse Sail
Rund 170 Betreuer zwischen 16 und 73 sorgten auch bei der 21. Hanse Sail für einen hohen „Wohlfühlfaktor“ der Skipper, Crews, der offiziellen Gäste und der Künstler. „Ursprünglich als Ansprechpartner für die Skipper der Teilnehmerschiffe gedacht, hat sich das Betreuerteam in 20 Jahren auf immer mehr Bereiche ausgedehnt“, so Günter Senf, der die Betreuung seit den Anfängen der Sail organisiert. Das „Kerngeschäft“, so der agile Vorsitzende des Hanse Sail Vereins, ist und bleibt die Schiffsbetreuung. Der Service reicht inzwischen von einem Blumenstrauß zur Begrüßung bis zur Vermittlung von Reparaturen oder einem Zahnarzttermin. Die Hamburgerin Iris Henkel ist seit 2006 dabei, kennt viele Windjammertreffen und bestätigt, dass das Rostocker Betreuersystem im nationalen und internationalen Wettbewerb der Sailhäfen das „Pfund“ ist. Das wird von den Betreuten hoch geschätzt.

Zwei Sieger beim 1. Baltic Sail Nations Cup
Deutschland und Polen belegen gemeinsam den ersten Platz beim 1. Baltic Nations Cup. Insgesamt neun Rennen zwischen den Teams aus Litauen, Polen und Deutschland haben ein denkbar enges aber gerechtes Ergebnis gebracht. Die Teams trafen in drei so genannten Round Robins (jeder gegen jeden) aufeinander. Dabei gewann am Freitag das Deutsche Team alle seine Rennen. Samstag wurden dann die finalen Round-Robins gesegelt, wobei es bei einem Sieg die doppelte Punktzahl gab. In einem wirklich knappen Match zwischen Polen und Deutschland, mit mehrfachem Führungswechsel, gewannen schließlich die Polen. So entstand am Ende dieses Schlagabtausches eine Punktgleichheit. Aufgrund des schwachen Windes wurde das geplante Finalrennen abgesagt. Somit gewannen Polen und Deutschland den Wanderpokal und Litauen wurde Dritter. Polen darf den Wanderpokal mitnehmen, in der Hoffnung, in Zukunft weitere Rennen in anderen Städten der Baltic Sail zu bestreiten, z.B. in Gdansk.

Hanse Sail Rostock Video

– MITSEGELN –
während der Hanse Sail 2012

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